Heute ist Weltkindertag !

Der Kindertag (auch Weltkindertag) ist in vielen Kulturen ein Feiertag für Kinder. Er ist zugleich ein politischer Kampftag, welcher die Bedürfnisse von Kindern in das öffentliche Bewusstsein rücken soll.

Kinder haben Rechte. Sie haben Anspruch darauf, dass sie genug zu essen haben, in Frieden groß werden, dass sie nicht ausgebeutet oder misshandelt werden. Die Kinderrechtskonvention formuliert weltweit gültige Grundwerte im Umgang mit Kindern, über alle sozialen, kulturellen, ethnischen oder religiösen Unterschiede hinweg. Und sie fordert eine neue Sicht auf Kinder als eigenständige Persönlichkeiten. Alle Staaten mit Ausnahme der USA und Somalias haben die Konvention ratifiziert. Sie stehen in der sogenannten Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Das ist eine Vereinbarung zwischen den Staaten, an die sich alle zu halten haben. Diese Konvention selbst besteht aus mehr als 50 Artikeln. Die Elternpflichten ergeben sich aus den Kinderrechten. Das heißt, im familiären Bereich sind vorrangig die Eltern verantwortlich, die in der UN- Kinderkonvention genannten Kinderrechte bestmöglich und mit ihrer ganzen Kraft zu erfüllen. Dabei sind die Aufgaben, Rechte und Pflichten der Eltern, die sich aus ihrem Erziehungsrecht ergeben, zu würdigen und zu berücksichtigen. Nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sind Pflege und Erziehung der Kinder nicht nur das natürliche Recht der Eltern, sondern auch die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Die Rechte und Pflichten sind sowohl im Bürgerlichen Gesetzbuch als auch im Familienrecht geregelt.

Nachfolgend ein kleiner Ausriss der in der UN-Konvention vereinbarten Rechte des Kindes:

– Jedes Kind hat ein angeborenes Recht auf Leben: Das Überleben und die Entwicklung des Kindes ist in größtmöglichem Umfang zu gewährleisten.

– Das Recht, ohne Not heranzuwachsen: Jedes Kind hat ein Recht auf ausreichende Nahrung. Es hat ein Recht auf Kleidung, Schulbildung und ein Dach über dem Kopf. Die Eltern müssen für diese Dinge sorgen, bis das Kind erwachsen ist.

Das Recht, mit Vater und Mutter zusammen zu sein: Kinder haben (auch nach einer Scheidung ein Recht darauf, mit beiden Elternteilen Kontakt zu haben. Gegen den Willen seiner Eltern darf ein Kind nicht von diesen getrennt werden.

Zum Wohle des Kindes gehört in der Regel der Umgang mit beiden Elternteilen. Gleiches gilt für den Umgang mit anderen Personen, zu denen das Kind Bindungen besitzt, wenn ihre Aufrechterhaltung für seine Entwicklung förderlich ist (§ 1626 BGB)  Es sei denn, dass in einer gerichtlich nachprüfbaren Entscheidung die Notwendigkeit zum Wohle des Kindes erforderlich wurde. In einem solchen Verfahren ist allen Beteiligten Gelegenheit zu geben, am Verfahren teilzunehmen und ihre Meinung zu äußern.
Anträge auf Familienzusammenführung, auf Einreise in oder Ausreise aus einem Vertragsland müssen wohlwollend, human und beschleunigt bearbeitet werden und dürfen keine nachteiligen Folgen für die Antragsteller und deren Familienangehörige haben.

– Das Recht auf Bildung: Kinder haben das Recht, so viel zu lernen wie sie können. Jedes Kind darf zur Schule gehen.

– Das Recht, optimal gefördert zu werden. Die Eltern haben die Pflicht das Kind bestmöglich ist in seiner körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Entwicklung zu fördern. Behinderte Kinder haben die gleichen Rechte wie alle anderen Kinder. Oft brauchen sie besondere Pflege, Zuwendung und Unterstützung. Benötigen die Eltern hierzu finanzielle Hilfe, wird dies vom Staat auf Antrag übernommen.

– Das Recht, nicht geschlagen oder misshandelt zu werden: Gewalt gegen Kinder ist verboten. Kinder dürfen nicht geschlagen, eingesperrt oder misshandelt werden. Dies gilt übrigens auch für seelische und sexuelle Gewalt.

– Das Recht auf Spiel und Freizeit: Kinder haben das Recht auf Ruhe und Freizeit, auf Spiel und Erholung. Dafür müssen geeignete Möglichkeiten (Spielplätze, Sportanlagen usw.) bereitgestellt werden.

– Das Recht, nicht ausgebeutet zu werden: Kinder dürfen nicht zu Arbeiten gezwungen werden, die gefährlich oder gesundheitsschädlich sind.

– Das Recht auf private Bereiche: Kinder haben ein Recht darauf, dass ihr eigener Bereich respektiert wird.

– Ökologische Kinderrechte: Kinder haben das Recht, gesund aufzuwachsen.

Speziell für Kinder anschaulich gestaltet gibt es zur Information für die Kleinen eine nette Broschüre als PDF Dokument beim Bundesministerium für Familie, Frauen und Jugend zum Download.

Quelle: unicef.de, elternimnetz.de & Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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