Kinder werden ohne anwesende Väter aggressiver

Die Forschergruppe um Prof. Anna Katharina Braun, Magdeburg, untersuchte an einer Rattenart die biologischen Auswirkungen auf Kindergehirne, wenn dieses ohne väterlichen Einfluss in der Erziehung auskommen muss.
Ohne Vater entwickelt sich das kindliche Gehirn anders. Wenn es um die menschliche seelische wie auch körperliche Gesundheit geht, sind wissenschaftliche Forschungen und Studien an Tieren meist sehr hilfreich. –
Die Forschergruppe um Prof. Anna Katharina Braun, Magdeburg, die Untersuchungen an derStrauchrattenart “Degus” vorgenommen hatte, deren „Nervenvernetzungen“ am ehesten dem menschlichenHirn ähneln, fand durch wissenschaftliche Beweise bestätigt, was auch die Bindungsforschung und Kinderpsychologie schon länger wissen: Wenn ein Kind (Junges) ohne den Vater groß werden muss, entwickeltsich das Gehirn, und damit das Verhalten, anders, als wenn der Vater als verlässliche Ansprechperson anwesend wäre.
Die Ergebnisse der Untersuchung zeigte deutlich, dass Gehirne von Jungtieren, die ohne Vater aufwuchsen,
sowohl kurz-, als auch langfristig strukturelle Veränderungen aufwiesen, und zwar in verschiedenen
Hirnregionen, denen, die für Gefühle und für Entscheidungen zuständig sind.
Im Vergleich zu den bei beiden Eltern aufgewachsenen Ratten, zeigten die vaterlos groß gewordenen Tiere ein
aggressiveres und impulsiveres Verhalten.

Der Magdeburger Forscher Bock, konnte in einer anderen Untersuchung nachweisen, dass schon eine kurze
Trennung der Jungtiere von den „Pflegenden“ zu einer Stresszunahme führt, die zu einem vermehrten
hyperaktivem Verhalten führte, im Vergleich zu den nicht getrennten Tieren.

Quelle: Familyfair.de

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