Papa als Eventmanager?

Vater mit SportkarreOder: Was machen wir am Wochenende? Als Männer neigen wir – unserer gewachsenen Natur nach – oft zur Aktion.

Vielleicht unterliegt man der Vorstellung, dem Kind am gemeinsamen Wochenende besondere Höhepunkte bieten zu müssen, um damit auszugleichen, was durch entferntes Wohnen im Alltag an Beziehungsqualität nicht möglich ist. Doch sind spektakuläre Wochenendprogramme keine Gewähr für eine gelingende Vater-Kind-Beziehung. Im Gegenteil: das Besondere lebt von Phasen des Gewöhnlichen. —  Insofern sind ganz normale Alltagsvorgänge, wie beispielsweise gemeinsam einkaufen gehen und kochen – kindgerecht durchgeführt – oft die bessere Alternative. Entscheidend ist das gemeinsame Tätigsein.
Das Kind will einfach nur am Leben des Vaters teilhaben dürfen, will ihn sehen, tasten, spüren, riechen und seine Stimme hören.

Wer meint, stets ein großes Unterhaltungsprogramm bieten zu müssen, läuft Gefahr, das Kind und sich selbst um Wesentlicheres zu bringen. Ein schöner Begleiteffekt des einfach gestalteten, gemeinsamen Wochenendes ist, dass der dafür offene Vater sein alltägliches Umfeld durch die Augen des Kindes erweitert sehen lernt.

Die Welt durch das Fenster eines Kindes sehen und erfahren zu dürfen, ist ja eine der Grundqualitäten, die das Leben mit Kindern so kostbar machen können. So bleibt vielleicht – auch wenn das Kind schon wieder bei der Mutter ist – so etwas wie ein feiner Goldstaub im Leben des Vaters zurück, der bei manchen Gelegenheiten im kindlosen Alltagsleben erneut aufschimmern kann.

Quelle: Jacko-o

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