Das sollten ledige Väter wissen

Auf dieses Urteil haben Hunderttausende Männer in Deutschland gewartet! Unverheiratete Väter können ab sofort das Sorgerecht für ihre Kinder beantragen – auch wenn die Mutter dagegen ist. Das entschied am 02.08.2010 das Bundesverfassungsgericht. Bisher hatten ledige Väter keine Chance auf das gemeinsame Sorgerecht, wenn die Mütter ihre Zustimmung verweigerten. Was bedeutet eigendlich das wegweisende Urteil? —
Jedes dritte Kind wird mittlerweile unehelich geboren – in Ostdeutschland sogar mehr als jedes zweite (58 Prozent). Bisher fiel das Sorgerecht bei unehelichen Kindern automatisch an die Mutter – es sei denn, sie war mit dem gemeinsamen Sorgerecht einverstanden. Folge: Nur bei jedem zweiten unehelichen Kind haben die Eltern gemeinsames Sorgerecht, viele Väter kämpfen jahrelang vergeblich darum.

Das Sorgerecht ist das Recht, wichtige Entscheidungen für das Leben des Kindes zu treffen, z. B. Wohnsitz, Auswahl von Kindergarten oder Schule, ärztliche Behandlungen. Vaterschafts- und Unterhaltsfragen haben damit nichts zu tun.

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden das die einseitige Bevorzugung der Mutter gegen das „grundgesetzlich geschützte Elternrecht des Vaters“ verstoße, so die Karlsruher Richter.
Das Urteil legt fest: Ab sofort können ledige Väter das Sorgerecht beantragen und auch gegen den Willen der Mutter bekommen. Maßstab ist allein das „Wohl des Kindes“.
Nun muss die Politik schnellstmöglich das derzeitige Gesetz ändern !

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) will bis Herbst einen Gesetzentwurf vorlegen. „Entscheidend ist dabei das Wohl des betroffenen Kindes“, so die Ministerin. Die FDP will unverheirateten Eltern von Anfang an das gemeinsame Sorgerecht einräumen – es sei denn, die Mutter legt Widerspruch ein und erhält beim Familiengericht recht. Die CSU hingegen befürchtet immer noch sehr konservativ und nicht zeitgemäß das  die Institution Ehe „immer mehr ausgehöhlt“ werde.

Rund 1,5 Millionen Väter sind hiervon betroffen, schätzt die Initiative „Väteraufbruch für Kinder e.V. “.
Jedes Jahr werden über 200 000 uneheliche Kinder geboren.

Betroffene unverheiratete Väter sollten einen Antrag beim Familiengericht auf gemeinsame elterliche Sorge stellen. Die endgültige Entscheidung liegt bei den Richtern.

Betroffene Väter können sich an Rechtsanwälte oder an Vereine wenden, die sich um die Rechte von Vätern kümmern, z. B. „pappa.com“, „Trennungsväter e.V.“, „Väteraufbruch für Kinder e.V.“  oder „Kinder und Väter in Not“.

1 Kommentar zu „Das sollten ledige Väter wissen“

  • Uiuiuiuiui. Zuerst dachte ich, dadf das Ende des Blog der Wahrheit enihrptcst und wollte Dich fragen, ob Du wirklich so ein RTL-II-Leben ffchren wolltest, ob diese Oberfle4chlichkeit und Flachheit (na, und das Geld und was man damit machen kann) heutzutage wirklich das einzig Erstrebenswerte ffcr “Me4dels” (oh – wie ich diese Hupfdohlen hasse, die sich allen Ernstes so bezeichnen) seien?Dann las ich – vor dem Verfassen meines Kommentares – die anderen Kommentare und bin jetzt beruhigt. Wirklich beruhigt.

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