Papa, Jonas und der Tausch-Sonntag

So lernen sich Vater und Sohn noch besser kennen. Ein sehr netter und einfühlsamer Kinderroman der Autorin Ruth Löbner „Papa, Jonas und der Tausch-Sonntag“.

Jonas Papa ist ein richtiger Pechvogel. Und gerade an diesem Wochenende will das Unglück gar kein Ende nehmen. Die Waschmaschine geht kaputt, der Toast verkokelt, das Portemonnaie liegt zu Hause, als er das Mittagessen im Geschäft bezahlen will. Was schief gehen kann, geht schief und der Tag verläuft trotz aller guten Vorsätze saumäßig schlecht. Das meint Papa auf alle Fälle, der ganze 23zwanzig Mal vor sich hin brummelt: Pestilenz und Hühnerkacke. Und wenn Jonas das hört, weiß er, dass es Papa alles andere als gut geht. Was macht ein Sohn, der sich um seinen Wochenendpapa sorgt? Er schlägt einen Rollentausch vor. Denn schließlich hat Jonas solche Sachen besser im Griff als Papa. So erleben Vater und Sohn einen Sonntag, wo Papa Jonas ist und Jonas Papa. Und das genießen beide sehr – Papa blüht bei seinem verantwortungslosen Dasein auf und Jonas sorgt für Jung und Alt und genießt seine Freiheit.
Wochenendvatis sind keine Seltenheit, aber in der Literatur sind sie immer noch sehr spärlich gesät. Es ist ein anrührendes Buch, voller Witz, welches junge und alte Leser zum Schmunzeln bringt. Mit viel Humor schildert die Autorin die Eskapaden von Vater und Sohn und lässt durchscheinen, wie viel Zuneigung und Liebe die Beiden verbindet und wie sehr sie sich füreinander verantwortlich fühlen. Feinfühlig zeigt sie, wie sich sowohl Vater als auch Sohn in die Situation des Anderen versetzen und so viel von und füreinander lernen. Diese leisen Töne, die hinter Witz und Komik auch nicht den Alltag vergessen, machen das Buch zu einem ganz besonderen Titel.

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Quelle: Suite101.de

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