Geschiedene Männer sterben früher

Eine Trennung von der Partnerin und immer wieder die Sorge um das gemeinsame Kind ist besonders für Männer psychisch und körperlich sehr belastend. Im Gegensatz zu Männern in festen Beziehungen mit intakten Familien ist die Sterberate bei Geschiedenen Vätern um 66 Prozent erhöht. Geschiedene Mütter hingegen haben kein erhöhtes Sterberisiko, so das Ergebnis einer Studie der Universitäten Heidelberg und Bremen. Wie die Zeitschrift “Psychologie Heute” berichtet, wurden bei der Studie Eheschließungs- und Sterbedaten von über 12.000 Deutschen ausgewertet.
Die Unterschiede erklären sich die Forscher damit, dass Männer die emotionale Unterstützung und Fürsorge, das Gefühl gebraucht zu werden vor allem von ihrer Familie  erhalten.  Schließlich tut es auch den Vätern gut und sorgt dafür, dass mehr Leben ins Männerleben kommt. Die Männer, die sich als neue Väter in die Schule und den Kindergarten begeben, sich mit ihren Kindern auseinandersetzen und die in Beziehungs- und Erziehungsarbeit investieren, lernen ihre Gefühle besser wahrzunehmen und zu gestalten. Sie sind zufriedener und ausgeglichener.
Wenn die komplette Familie mit samt den Kindern aus ihrem Leben verschwinde, wie es bei vielen Trennungsvätern in Deutschland der Fall ist, entfallen wichtige schützende Faktoren für Gesundheit und Psyche.
Frauen werden hierbei durch Netzwerke aufgefangen. Frauen hingegen bauten sich neben der Partnerschaft Netzwerke auf und erhielten von verschiedenen Seiten Unterstützung, weshalb sie einen familiären Verlust offenbar besser wegstecken können. Dabei scheinen Frauen eine Scheidung in höherem Alter besser zu verkraften als in jungen Jahren.

Quelle: Zeitschrift “Psychologie Heute

Kommentieren ist momentan nicht möglich.

Nachrichtenarchiv
Networked Blogs

Thumbnail Screenshots by Thumbshots