Wenn der Papa Schuhe kauft

Beim Schuhkauf für Kinder sollte Papa besonders wachsam sein, denn häufig kommt es vor, daß zu kleine und zu enge Schuhe gekauft werden. Damit hat sich auch der TÜV Rheinland genauer beschäftigt und legt Eltern nahe, den Kinderfuß vor dem Schuhkauf messen zu lassen.

Dies kann Papa auch selbst dadurch unterstützen, dass er bereits zu Hause eine Schablone des Kinderfußes anfertigt und beim Ausprobieren der Schuhe darauf achtet, dass diese nicht zu eng sitzen, sondern auch ausreichend Platz für die Kinderfüße lassen, damit diese gut abrollen können. —
Kinder tragen häufig zu kleine Schuhe, was zu dauerhaften Fehlstellungen der Zehen führen kann, wie eine aktuelle Untersuchung der Medizinischen Universität Wien bei drei- bis sechsjährigen Kindern ergeben hat. „Darum sollten Eltern im Fachgeschäft den Kinderfuß messen lassen”, rät Dr. Karl Sander von TÜV Rheinland, der Kinderschuhe auf ihre Qualität prüft. Wichtig ist, das Ergebnis mit der Innenlänge des Schuhs zu vergleichen. Sie sollte 12-17 Millimeter größer sein, damit der Fuß beim Laufen gut abrollen kann.
Alternativ kann man zu Hause selbst eine Fußschablone anfertigen. Dazu stellt sich das Kind auf ein festes Papier oder Karton und die Eltern fahren die Umrisse der Füße nach. Wenn die ausgeschnittene Schablone in den Schuh passt, ohne zu verknicken, haben auch die Füße genug Raum.
„Die Größenangaben in den Schuhen stimmen nicht immer mit der Norm überein”, sagt Sander. „Denn einige Hersteller haben Fertigungstoleranzen, die für Kinderfüße einfach zu groß oder eben zu klein sind.”Darum rät der Experte beim Schuhkauf auf das TÜV Rheinland-Signet „geprüfte Passform” zu achten. Da Kinderfüße um bis zu 1,5 Millimeter pro Monat wachsen, ist es wichtig, regelmäßig zu testen, ob die Schuhe noch passen. Neben einer optimalen Passform sollten sie grundsätzlich aus unbedenklichen Materialien bestehen und gut verarbeitet sein.

Vorsicht ist bei den kleinen weißen Beutelchen geboten, die vor allem asiatische Hersteller in die Kartons legen, um zu verhindern, dass sich in den Schuhen Schimmel bildet. Meistens enthalten diese nur das harmlose Silikatgel. Beutelchen mit dem Aufdruck „Anti Mould” können allerdings das hoch gefährliche Dimethylfumarat enthalten. Diese Substanz kann verbrennungsähnliche Hautreizungen verursachen und hat in Kinderschuhen nichts verloren,” so Sander.
Als Hinweis auf bedenkliche Inhaltsstoffe sollten Eltern im Geschäft eine „Schnüffelprobe” machen, rät der Fachmann: „Ein typischer Ledergeruch ist in Ordnung, ein scharfer Gummigeruch hingegen kann auf bedenkliche polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe hinweisen.” Auf der sicheren Seite sind Eltern, wenn sie Kinderschuhe wählen, die mit dem TÜV Rheinland-Signet „Schadstoffgeprüft” ausgezeichnet sind.

Nachdem also die Kinderschuhe gekauft wurden und oft bei Papa lange nicht verwendet werden, sollte er sie regelmäßig auf die gute Passform prüfen, denn die Kinderfüße wachsen manchmal recht schnell. Daher ist es kein Fehler, wenn man das Verfahren der Schablone regelmäßig wiederholt und auf neue sowie auch im Gebrauch befindliche Schuhe anwendet.

Quelle: TÜV Rheinland

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