Archiv für April 2011

Trennungsvater lässt Westerwelle staunen

Der Regensburger Günter Mühlbauer ist als unermüdlicher Aktivposten der Initiative „Trennungsväter” mittlerweile auch bei Spitzenpolitikern bekannt wie ein bunter Hund. Nachdem er kürzlich Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ein Statement zur Besserstellung der Trennungsväter abgerungen hatte, schnappte er sich nun in Straubing auch Außenminister und Vizekanzler Guido Westerwelle.

Ob er wisse, dass es nicht nur in China, sondern auch ein Deutschland Menschenrechtsverletzungen gebe, fragte Mühlbauer den FDP-Chef. Allein dessen erstaunter Gesichtsausdruck ist sehenswert:

Quelle: Wochenblatt
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Was die Politik beim Sorge- und Unterhaltsrecht plant

Auch ledige Väter sollen das Sorgerecht fürs Kind bekommen können. Die Frage ist nur: Wie?

Der Schauspieler Mathieu Carrière liebt öffentliche Auftritte. Vor den Augen eines Millionenpublikums hat er kürzlich im Dschungelcamp gehaust, in der Tanzshow „Let’s dance“ ist er mit Smoking übers Parkett geschwebt. Sein spektakulärster öffentlicher Auftritt liegt jedoch schon länger zurück. 2006 ließ sich Carrière vor dem Bundesjustizministerium in Berlin „kreuzigen“. Halbnackt, mit einer Blätterkrone auf dem Kopf und mit Paketband ans Kreuz gebunden, protestierte der Schauspieler, der selbst vergeblich um das Sorgerecht für seine Tochter gekämpft hatte, gegen die Diskriminierung lediger Väter. Jetzt – fünf Jahre später – scheint sich das Blatt zu wenden. — Hier Weiterlesen

Kindesentzug macht Eltern krank

Wenn Eltern keinen Kontakt mehr zu ihren Kindern haben, leidet ihre Gesundheit. Laut einer neuen Studie treten häufig Depressions-Symptome auf.

«Es ist, als ob sich eine grosse, graue Staubdecke über dein Leben zieht. Nichts ist mehr, wie es war – die Farben, die Töne, alles ist anders.» So beschreibt ein Vater seinen schon mehrere Jahre währenden Zustand. Seit sich seine Frau von ihm getrennt hat, ist der Kontakt zu beiden Kindern komplett abgebrochen. Als «immerzu blutende Wunde» schildert ein anderer Vater, der seine Kinder ebenfalls nicht mehr sieht, seine Lage. Eltern sprechen gar von ihrer «verlorenen Lebenszeit, die ist einfach weg, mit nichts, mit Dasitzen und Grübeln». — Hier Weiterlesen

Väterkongress am 07. Mai in Karlsruhe

Der vierte Väterkongress setzt die Reihe der gesellschaftspolitisch motivierten Kongresse des Väteraufbruch für Kinder fort, in denen eine Familienpolitik mit Vätern gefordert und in ihrer Umsetzung kritisch begleitet wird.

Die gesellschaftliche Anerkennung der Vaterrolle ist am Wachsen. Nach der Emanzipation der Frau folgt zeitlich versetzt und konsequenterweise die Emanzipation des Mannes von konservativen Rollenbildern. Überall, in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien ist die Rede von den “neuen Vätern”, die wie die Mütter Beruf und Familie miteinander vereinbaren wollen und unabhängig vom Familienstand ihr Recht auf Mitverantwortung für die gemeinsamen Kinder einfordern. — Hier Weiterlesen

Psychische Entwicklung von Scheidungskindern

In Deutschland geht etwa jede dritte Ehe in die Brüche, was besonders für die Kinder aus diesen Beziehungen weit reichende und katastrophale Folgen hat.

Die gesamte Lebenssituation der Kinder verändert sich dramatisch. Sie müssen nicht nur die Trennung der Eltern verkraften, sondern in der Folgezeit oft auch mit neuen Partnern ihrer Eltern zurechtkommen. Wohnungs- und Schulwechsel, materielle Einschränkungen, Besuchsregelungen und vieles mehr müssen sie verkraften. Damit einhergehen Wut, Trauer, Scham, Angst und Schuldgefühle.

Noch vor kurzem vermutete man zwangsläufig Entwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten bei Scheidungskindern. Mittlerweile ist klar, dass eine geschlossene Familie nicht automatisch eine heile Familie ist. Auch in Ideal-Familien läuft nicht alles rund und sie sind keine Garantie dafür, dass Kinder sich gesund entwickeln. Studien zeigen auch, dass weniger die Familienstruktur als vielmehr die Qualität der Beziehungen ausschlaggebend dafür ist, ob die Kinder zu stabilen Persönlichkeiten heranwachsen. —  Hier weiterlesen

Eltern wünschen sich mehr männliche Kindergärtner

Studie. Die Mehrheit der Väter und Mütter steht Männern als Betreuern positiver gegenüber, als man erwarten würde.

Ein Mann als Kindergärtner? Kann der das überhaupt: spielen, wickeln, trösten? Und: Warum macht das ein Mann eigentlich? „Stimmt“ mit dem etwas nicht, müssen wir uns um die Kinder Sorgen machen? So oder so ähnlich reagieren viele Menschen, wenn es um männliche Kindergartenpädagogen (oder Tagesväter) geht.

Diese Vorbehalte mögen in der Gesellschaft noch immer verbreitet sein: Die unmittelbar Betroffenen – Eltern von Kindergartenkindern – stehen männlichen Betreuern aber alles andere als negativ gegenüber. Das zeigt zumindest eine noch unveröffentlichte Studie, die der „Presse“ vorliegt. — Hier Weiterlesen

Endlich in Hamburg! Eltern-Demo im Juni 2011

Der Landesverband Hamburg des Väteraufbruch für Kinder e.V. veranstaltet am Samstag, dem 25. Juni 2011 die bundesweite Demo zur Stärkung der Elternrechte.

In Hamburg, der schönen Hansestadt im Norden, findet am 25. Juni 2011 die DEMO des Väteraufbruchs für Kinder statt. Diese Elterndemo wird in diesem Jahr hauptverantwortlich vom Kreisverein Hamburg organisiert.

Warum Hamburg, wo es doch bisher immer Berlin war? Dort residiert die Bundespolitik,  aber eben am Wochenende doch nur in leeren Büros und Kinderrechte werden im ganzen Land verletzt. Hamburg ist das Tor zur Welt, und deshalb ein schönes Bild dafür, dass die Verletzung von Kinderrechten nicht regional, schon gar nicht auf Berlin beschränkt ist. — Hier Weiterlesen

Buchtipp: Nicht ohne meinen Sohn

Johann Hinzkunz beschreibt in seinem autobiographisch angelegten Roman “Nicht ohne meinen Sohn” den schicksalhaften Kampf eines Vaters um das Sorgerecht seines Sohnes.

Im verstrickten System der bürokratischen Machtverhältnisse unserer Gesellschaft versucht der mit Vorurteilen konfrontierte Vater das Lebensglück wieder zu finden, indem er einen rastlosen Konflikt mit der geschiedenen Ehefrau um das Erziehungsrecht seines Sohnes führt. Als beruflicher Rechercheur weiß er natürlich um das psychologische Drama einer gescheiterten Familie, um den Ruf der Alimente-Väter und um das Kräfteverhältnis zwischen Mann und Frau im Kampf um ihren Nachwuchs. Trotzdem beantragt er das Sorgerecht – und die Hölle bricht los. Seine Exfrau wird zur Hyäne und er hält kräftig dagegen: Obwohl beider Argumente mit dem Wörtchen Liebe beginnen, mutiert das Kind zum Spielball der sich hassenden Eltern: Psychoterror, Entführung, Todesangst, Überfälle. Der Vater scheitert in dieser Auseinandersetzung auf ganzer Linie. Er hat keinen Plan, kein Vorbild, keine Hilfe und wenig Ausdauer. Er hat nur seinen Sohn und das Gefühl, irgendwie das Richtige zu tun. Erst als er beginnt, eiskalt zu taktieren, Recht und Gesetz wider sich selbst arbeiten lässt, kommt es zur Wende. — Hier Weiterlesen

Rita und der tollste Papa der Welt

Ein wunderbares Buch um Sehnsucht nach dem Papa, um Freundschaft und überschäumende kindliche Fantasie!

Rattenkind Rita vermisst ihren Vater sehr, der diesen Winter mit den Zugvögeln nach Afrika geflogen ist, um den dortigen Vogelhausbau zu studieren. Als sie von Papa nichts hört, erfindet Rita Abenteuer, mit denen sie bei Freund Wim angeben kann. Aber was soll nur werden, wenn das alles mal rauskommt?

Das kleine Rattenkind hat einen Papa, der ganz tolle Abenteuer erlebt. Und die erzählt es auch seinem besten Freund. Aber die Wahrheit ist, dass Rita sich diese Abenteuer, mit denen sie ihren Freund beeindruckt, nur ausgedacht hat. Und erst einmal mit den Phantasiegeschichten begonnen, ist es nicht mehr so einfach, da wieder heil raus zu kommen.
Vierjährige Kinder sind ohne Zweifel phantasievoll. Und sich Geschichten auszudenken, macht Spaß. Aber ist es auch okay, wenn diese Geschichten von anderen geglaubt werden? Man will eben nicht zurückstehen. Oder aufregender dastehen. Oder sich interessanter machen. Oder auch mal was erzählen können. Schaden tun Geschichten ja keinem. Oder? — Hier Weiterlesen

Familiendrama:Mädchen mit Haushaltsmessern erstochen

Die beiden in der Nähe von Goslar getöteten Mädchen sind an starken Schnitt- und Stichverletzungen gestorben, die ihnen mit Haushaltsmessern zugefügt wurden. Dringend tatverdächtig ist die Mutter der Kinder, die sich noch bis vor kurzem in psychotherapeutischer Behandlung befand.

Es steht die 34-jährige Mutter unter dringendem Tatverdacht. Die alleinerziehende Frau wurde vorläufig festgenommen und ist noch nicht vernehmungsfähig, wie ein Polizeisprecher auf einer Pressekonferenz bekannt gab. Das Tatmotiv lasse sich daher “zurzeit nicht zwingend herleiten”. Womöglich habe die 34-Jährige, die erst im März aus stationärer psychotherapeutischer Behandlung entlassen worden sei, nicht die seelische Stabilität zur Bewältigung ihrer Situation besessen. Am Tattag habe sich möglicherweise die Lage aus Sicht der Frau “situativ” zugespitzt. — Hier Weiterlesen

Sorgerechtsentzug bei Umgangsverweigerung

Einem Elternteil kann das Sorgerecht entzogen werden, wenn er über lange Zeit einen geregelten Umgang des anderen Elternteils mit dem Kind verhindert.

Dabei ist nicht in Frage zu stellen, dass sich die Mutter vordergründig umsichtig um die Kinder kümmert und für sie sorgt. Das entscheidende Defizit in Bezug auf ihre Erziehungsfähigkeit, das sie letztlich als Erziehungsberechtigte disqualifiziert, besteht darin, dass sie keinerlei Bindungstoleranz in Bezug auf das Vater-Kind-Verhältnis aufbringt. …

Sie gefährdet dadurch seit Jahren immer wieder das Kindeswohl nachhaltig. Auch angesichts der Bedeutung des Umgangsrechts des nicht betreuenden Elternteils, die das Bundesverfassungsgericht in ständiger Rechtsprechung (vgl. nur BVerfG, FamRZ 2009, 399) und auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (grundlegend EGMR, NJW 2004, 3397) immer wieder betont und mit Verfassungsrang ausgestattet haben – eine Rechtsauffassung der der Senat uneingeschränkt folgt -, kann dies nicht hingenommen werden. — Hier Weiterlesen

Bewährungsstrafe für eine Kurzschluss-Tat

Nördlingen „Nach der Sorgerechtsverhandlung werden Sie Ihren Sohn nie wieder sehen.“ Wie reagiert ein verzweifelter Vater, dessen sechsjähriger Sohn sein „Ein und alles“ ist, wenn er diese Worte von seinem Anwalt hört?

Ein 60-jähriger Vater aus einer Rieser Gemeinde konnte sie nicht ertragen. Er holte am Tag der anstehenden Verhandlung im Sommer 2009 seinen Sohn aus dem Bett, trug ihn zu einer Wassergrube auf seinem Grundstück, sprang mit ihm hinein und wollte sich und ihn umbringen. In einem Abschiedsbrief hatte er geschrieben, man könne ihn und seinen Sohn nicht trennen. Und er hatte eine Skizze beigefügt, wie beide im Grab liegen sollten.

Zum Glück wurde die Tragödie abgewendet: Eine Bekannte, die mit zur Verhandlung kommen sollte und gerade ins Haus kam, hörte die Stimmen bei der Wassergrube und schritt ein. Daraufhin besann sich der Vater, hob das Kind aus dem Wasser und es wurde gerettet. Auch er selbst gab den Selbstmordversuch auf. — Hier Weiterlesen

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