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Die Rote Zora (ab 6 Jahren)

Titelcover des Films: Die Rote Zora Deutschland / Schweden 2007 von Kurt Held. Der Film macht sehr deutlich, wie es in einer Gesellschaft ohne Gerechtigkeit zugeht: Träumen dürfen die Armen wohl, aber sie haben wenig Aussicht darauf, dass diese Träume wahr werden. Über diese Not kann auch die wunderschöne kroatische Sommerlandschaft nicht hinwegtäuschen, nicht das blaue Meer und nicht die romantische Burg, in der die Kinder ihren Unterschlupf haben. Dort werden sie eines Tages von der Staatsgewalt aufgespürt, und nur eine wilde Flucht zum alten Gorian, der sie versteckt, beschützt und ihnen Arbeit gibt, kann sie retten. Gorian ist überhaupt der einzige Erwachsene, der sich um Kinder kümmert – »weil Arme oft mehr Herz haben als Reiche«. Und Gorian, der selbst unter den Schikanen des reichen Karaman (Ben Becker)zu leiden hat, ist es auch, der den Gemeinderat schließlich davon überzeugt, die Zorabande nicht weiter zu verfolgen. Für Branko und Zora geht die Sache besonders gut aus, denn sie bleiben bei Gorian (den der Schauspieler Mario Adorf glaubhaft spielt, dass jedes Kind sich zu ihm flüchten würde). Und so kann Zora eines Tages stolz ein Gesetzbuch zeigen: »Ich will Richterin werden«, sagt die Ex-Uskokin. »Aber du kannst ja nicht mal lesen«, wendet Branko ein. »Ja – lern ich einfach, glaubst du nicht?«, sagt sie. Und lacht.(…)
Ein sehr schöner und spannender Film. Mit erstklassigen Schauspielern wie Linn Reusse, Mario Adorf, Ben Becker und Dominique Horwitz entstand nach Kurt Helds fesselndem Jugendbuchklassiker ein unvergessliches Filmabenteuer, das begeistert, beflügelt und berührt.

Quellen: blog.zeit.de, amazon.de, http://rote-zora.universal-pictures.de/

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