Artikel-Schlagworte: „Waffe“

Kindesentführung: Keine Spur von Sacha

Im August wurde Sacha gewaltsam in Eichenau entführt – von der eigenen Mutter. Noch immer gibt es keine Spur. Der Vater führt ein Leben im Ausnahmezustand.

Wirklich in Worte fassen lassen sich die Gefühle des 54 Jahre alten Vaters ganz sicher nicht. Bei einem Spaziergang am Nachmittag des 17. August am Starzelbach hatten ihn drei oder vier unbekannte Männer gemeinsam mit der getrennt lebenden Mutter das damals 17 Monate alte gemeinsame Kind mit Gewalt entrissen und waren offenbar ins Ausland geflüchtet. Seither fehlt von dem kleinen Sacha jede gesicherte Spur. — Hier Weiterlesen

Mutter entführt Söhne nach Mailand

Deutsch – Italienisches Familiendrama.
Eine Italienerin ist am Mittwoch verhaftet worden, weil sie im Februar ihre beiden acht und zwölf Jahre alten Söhne aus Unterhaching nach Mailand entführt haben soll.

Motiv sei der Hinweis eines Bekannten gewesen, wonach der jüngere Sohn mit Psychopharmaka behandelt werde, berichteten italienische Medien.
Im Herbst 2008 hatte ein bayerisches Gericht dem deutschen Vater nach jahrelangem Rechtsstreit das Sorgerecht zugesprochen. — Hier Weiterlesen

Weltmännertag: Seid fordernd, Männer!

Hamburg, 02.11.2010: Wir sind uns einig: Eine nachhaltige Geschlechterdemokratie kann es nur mit, nicht gegen Männer geben.

Seid fordernd, Männer!

Anlässlich des Weltmännertages, heute am 3. November, appellieren geschlechterpolitisch aktive Männer und Frauen an die Männer in Gesellschaft und Politik, ihre eigenen Bedürfnisse zu hinterfragen, sich aktiv in die geschlechterpolitische Diskussion einzumischen und selbstbewusst die Berücksichtigung ihrer berechtigten Anliegen und Belange einzufordern. — Hier Weiterlesen

Kinder wurden von Mutter nach Italien entführt

München – Vor dem Mailänder Minderjährigengericht sitzt ein verzweifelter Vater und fleht: „Hohes Gericht, ich möchte nur wissen, wo meine Kinder sind und ob sie gesund sind?“ Umzugsspediteur Tobias R. (48) aus Unterhaching klagt dort auf Rückführung seiner beiden Söhne (8 und 12 Jahre) nach dem Haager Abkommen (HKÜ) bei Kindsentführungen.

Seine Ex-Frau antwortet den beiden Richtern knapp: „Stanno bene“ („Es geht ihnen gut“). 40 Minuten später, gleich nach der Verhandlung am Mittwoch, wird Marinella C. (49) festgenommen. Die dunkelblonde Frau wird per europäischem Haftbefehl von der Münchner Staatsanwalts gesucht.  —  Hier Weiterlesen

Väter wollen nur Pflichten erfüllen

Warum darf ein Lehrer hunderte Schüler betreuen, sein eigenes Kind aber wird ihm entzogen? Wieso müssen Väter Unterhalt zahlen, dürfen ihr Kind aber nicht sehen? Bislang entscheidet allein die Mutter über das Sorgerecht. Ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts könnte das jetzt ändern.

Laut Urteil des Karlsruher Gerichts können nun auch Männer, die nicht mit der Mutter des Kindes zusammenleben oder verheiratet sind, Sorgerecht beantragen, selbst wenn sich diese dagegen ausspricht. Damit folgte das Bundesverfassungsgericht der Auffassung des Europäischen Gerichtshofs, der das geltende Sorgerecht als Verstoß gegen die Menschenrechtskonvention anerkannte, da es Kindern das Recht auf gemeinsame elterliche Sorge entziehe. Ein Schritt in die richtige Richtung, meint der Väteraufbruch für Kinder (VafK) Schwarzwald-Baar-Heuberg. — Hier Weiterlesen

Gemeinsames Sorgerecht als Normalfall

Der Väteraufbruch für Kinder e.V. fordert das nicht miteinander verheiratete Eltern das Sorgerecht ab Geburt ihrer Kinder gemeinsam ausüben. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte vor einem halben Jahr geurteilt, dass die deutsche Regelung des Sorgerechts Väter ohne Trauschein diskriminiert und ihr Grundrecht auf Familie verletzt.
Ein erster Reformentwurf wird im Herbst erwartet.

Aufgrund der elementarsten Bedürfnisse der Kinder, auch nach einer Trennung die Beziehung zu beiden Elternteilen uneingeschränkt weiterpflegen zu dürfen, setzen sich viele Väter und Mütter des Väteraufbruch für Kinder e.V. konsequent für das gemeinsame Sorgerecht für unverheiratete Eltern ein, da sonst das Kind nach wie vor leicht als Machtmittel missbraucht werden kann und auch wird. Natürlich wird es immer wieder berechtigte Ausnahmefälle geben, in denen zugunsten der Kinder das alleinige Sorgerecht beantragt werden muss.

Die gemeinsame Sorge darf aber nicht als erneuter Machtanspruch oder Machtkampf der Väter verstanden werden. Vielmehr sollten die Eltern immer, auch nach der Trennung, die gemeinsame Verantwortung für ihre Kinder beibehalten, damit diese nicht von einem Elternteil getrennt und zu Verlierern gemacht werden oder in Loyalitäts- und Solidaritätskonflikte geraten. — Hier weiterlesen

Mütter ohne Liebe

Mütter lieben ihre Kinder. Das sagt uns jede Werbung, jeder Powerfrau-Artikel, jede Sonntagsrede. Und auf viele Mütter trifft das auch zu. Gleichzeitig leiden über 40 Prozent aller Kinder – egal wie alt sie sind – unter ihrer Mutter.
Bis in ihre Partnerschaft, ihre Berufsziele und ihre Rolle als Eltern wirkt eine belastende Mutterbeziehung nach. Und der “Mythos Mutter”, das gesellschaftliche Bild von der liebenden Mutter, hindert diese Kinder daran, die Belastung zu erkennen und zu bearbeiten.
Medien und Werbung setzen uns täglich eine heile, idyllische Mutter-Kind-Welt vor. Es gilt als ein Sakrileg, die Position der Mutter anzugreifen oder das Wesen der Mutter-Kind-Beziehung zu hinterfragen. Das vorliegende Buch strebt, jenseits der verklärenden Sicht des Muttermythos, eine sachlichere und vollständigere Wahrnehmung von Müttern und Mutter-Kind-Beziehungen an, denn es kann zu viel Verwirrung und unerkanntem Leid in der Beziehung zwischen Müttern und ihren Kindern führen, ein idealisiertes und falsches Bild der Mutter aufrechtzuerhalten. — Hier weiterlesen

Europäischer Gerichtshof rügt zu langes Verfahren

Deutscher Vater kämpfte fast zehn Jahre um Kontakt mit seiner Tochter

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem deutschen Vater Recht gegeben, der fast zehn Jahre lang vergeblich um ein Umgangsrecht mit seiner Tochter gekämpft hatte. Gerade in Fällen, bei denen es um Kontakte von Eltern zu ihren Kindern gehe, seien Staaten zur Eile verpflichtet, um negative Auswirkungen langer Trennungen zu verhindern, stellten die Straßburger Richter fest. Deutschland muss dem 46-jährigen Vater nun 7000 Euro Schmerzensgeld zahlen.  — Hier weiterlesen

Beweise für Verurteilung zu wenig

36-Jähriger vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs eines Kindes freigesprochen

Ist er pädophil und hat seine siebenjährige Stieftochter unsittlich berührt? Oder war er Opfer der geschiedenen Ehefrau, die lange nach dem angeblichen Vorkommnis Anzeige wegen sexuellen Missbrauches erstattet hat? Hubert M. (Name geändert) wurde von diesem Vorwurf freigesprochen. Die Aussage der Tante des Angeklagten, bei der die Siebenjährige lebt, gab den Ausschlag.

SCHWABACH – Staatsanwalt Dr. Roland Fleury warf dem 36-jährigen Arbeiter aus Schwabach vor, in einem nicht näher bezeichneten Zeitraum zwischen dem 22. Februar und 16. März 2008 der Tochter seiner mittlerweile geschiedenen Frau unter den Schlafanzug gegriffen und die Scheide des Kindes berührt zu haben.

»Da war absolut nichts«, versichert dagegen der 36-Jährige mehrmals. Zeugen müssen also gehört werden, und da wird Rechtsanwalt Dr. Willi Gramming aktiv. Er verweist darauf, dass das Kind ein Zeugnisverweigerungsrecht habe.

Jugendrichter Reinhard Hader holt zunächst die 33-jährige geschiedene Ehefrau in den Sitzungssaal. Sie will von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen und beantragt das auch für ihre Tochter. Ohnehin könne sie zu dem Fall nicht viel sagen, meint sie, und sie wisse auch nicht, was sie von der Angelegenheit halten soll: »Mal denke ich in die eine, mal in die andere Richtung.«

Die Tante des Angeklagten, bei der der 36-Jährige wohnt, hätte auch nicht aussagen müssen. »Ich hab‘ doch nichts zu verbergen«, meinte sie aber und klärt das Gericht über die Wohnsituation und die familiären Verhältnisse auf. Das angeblich missbrauchte Mädchen sei seit Weihnachten nicht mehr bei der Mutter gewesen, sagte die Zeugin, die auch den gemeinsamen Sohn der mittlerweile geschiedenen Eheleute bei sich aufgenommen hat.

Zu dem angeblichen Vorfall konnte sie dann nur sagen, was sie von der Siebenjährigen gehört hatte. Die Mama habe gesagt, sie solle das so erzählen, habe ihr das Mädchen mehrmals gesagt, erklärte die Pflegemutter auf Nachfrage des Richters. Der sah hier zwar wie Staatsanwalt Fleury Unterschiede zur polizeilichen Vernehmung, doch in der Beweisaufnahme gilt eben, was im Gerichtssaal ausgesagt wird. Ein psychologisches Gutachten zur Glaubwürdigkeit des Kindes gab es nicht, da die Mutter der Siebenjährigen, die das alleinige Sorgerecht für die Kinder hat, einen Termin im April dieses Jahres kurzfristig mit der Begründung abgesagt hatte, ihre Tochter wolle keine Angaben zu dem Fall machen.

»Wie machen wir weiter?«, fragte Reinhard Hader, dem klar war, dass das Verfahren auf einen Freispruch hinausläuft. Den beantragten schließlich auch Staatsanwalt Dr. Roland Fleury und Pflichtverteidiger Dr. Gramming. Die Beweisaufnahme habe ergeben, »dass es sich hier um ein Komplott gehandelt hat«, meinte der Rechtsanwalt. Man habe versucht, seinem Mandanten eins reinzudrücken, doch dann kalte Füße bekommen.

Irgendwie »a Gschmäckle« hatte für Jugendrichter Reinhard Hader dennoch die Angelegenheit. Für eine Verurteilung reiche es aber nicht, meinte er und sprach Hubert M. vom Vorwurf des sexuellen Missbrauches frei.

Lesen Sie zu diesem Thema auch die BlogBerichte:
Der Missbrauch mit dem Missbrauch
Der “Missbrauch mit dem Missbrauch” ist kein harmloses Kavaliersdelikt

Quelle: Schwabacher Tageblatt

Trennung: Das Schlimmste ist die Entfremdung

Nachdem seine Lebensgefährtin ihn vor dreieinhalb Jahren verließ, darf ein Vater seine kleinen Kinder nicht mehr sehen. Nun versucht er auf dem Rechtsweg, wieder Kontakt zu seinen Töchtern zu bekommen. Er kann nur ahnen, wo sie sind.

Köln – Wenn sein Leben so verlaufen wäre, wie er es sich gewünscht hat, dann würde Christoph Rath heute mit seiner Lebensgefährtin und seinen Töchtern Hanna und Luise (alle Namen geändert) in dem Fachwerkhaus im Südschwarzwald leben, das er vor fünf Jahren von seinem Onkel geerbt hat. Mit einem Garten, der mehr als 1000 Quadratmeter groß ist. Das Haus wurde 1739 gebaut, es gab also viel zu tun. Das Dach wurde komplett erneuert, Wände herausgerissen. Die Familie lebte aber schon nebenan in einer Ferienwohnung, der Pianist und Dirigent Christoph Rath hatte eine Stelle in einer Musikschule in der nahe liegenden Schweiz angenommen. „Ich hatte das Gefühl, der ganze Stress mit dem Haus hat uns zusammengeschweißt“, erzählt er.
Doch eines Abends klingelt das Telefon. Rath steht gerade am Herd und kocht Gulasch, seine Familie war in der alten Heimat in der Nähe von Köln und sollte zum Abendessen wieder da sein. Seine Lebensgefährtin ist am Telefon. „Ich komme nicht zurück“, sagt sie. Im Januar 2007 war das. Seitdem hat Rath seine beiden Töchter nur noch ein paar Mal kurz gesehen. Inzwischen sind sie vier und sechs Jahre alt. Er kann nur ahnen, wo sie sind. Natürlich gab es zunächst noch einige Gespräche, auch ein Treffen mit einem Mediator. Aber dann hat sich Raths Partnerin völlig zurückgezogen. 500 Euro überweist der 40-Jährige jeden Monat für seine Kinder auf ein Konto. „Für meine ältere Tochter haben wir das gemeinsame Sorgerecht, für Luise nicht – leider macht das keinen Unterschied“, sagt Rath. „Ich sehe beide nicht.“ Am Anfang ist er alle zwei Wochen nach Köln gefahren, wo er mit seiner älteren Tochter Hanna ein paar Stunden verbringen konnte. „Warum kommst Du nicht öfters?“, hat sie ihn einmal im Auto gefragt. Hanna war immer ein „Papa-Mädchen“, das sagen seine Freunde.„Machen Sie sich mal keine Sorgen, Ihre Kinder sind doch gut aufgehoben“, hat eine Mitarbeiterin des Jugendamts irgendwann zu ihm gesagt. Für das Amt gibt es dringendere Fälle als seinen. „Das Schlimmste ist die Entfremdung“, sagt Rath. Mit spitzen Fingern habe sein Ex-Schwiegervater ihm irgendwann ein aktuelles Foto seiner Töchter überreicht. Es zeigt Hanna und Luise auf einer Blumenwiese. Die kleine Luise ist groß geworden. „Ich habe erst gar nicht erkannt, dass sie meine Tochter ist – das hat mich sehr erschreckt.“ Es sind ganz einfache Gedanken, die den Vater verzweifeln lassen, beispielsweise: „Warum haben so viele Menschen Zugang zu meinen Kindern, nur ich nicht?“ Er versteht auch nicht, warum ihre Mutter ihnen nicht nur den Vater, sondern auch die Großeltern nimmt.Inzwischen gibt es ein richterliches Gutachten, in dem steht, dass es keinen triftigen Grund gibt, den Kindern den Vater vorzuenthalten. Die Gutachterin vermutet, dass die Mutter der Meinung ist, zum Wohle der Kinder zu handeln und offenbar nicht versteht, dass das Gegenteil der Fall ist. Für Rath und seine Anwältin ist das zwar ein kleiner Erfolg, aber er muss trotzdem erstmal wieder warten, bis ein neuer Besuchstermin festgesetzt wird. Rath vermutet, seine Ex-Partnerin wolle ihn mit ihrem Verhalten für irgendetwas bestrafen. Die Gutachterin geht von einer großen psychischen Belastung der Frau aus und stellt fest, dass sie vermutlich nie gelernt hat, mit Konfliktsituationen erwachsen umzugehen, die Schuld nicht immer nur bei anderen zu suchen. Fast dreieinhalb Jahre sind inzwischen vergangen und Rath hat noch keinen Nachmittag mit seinen Töchtern verbracht.

„Was ist aus dem Haus geworden?“, hat Hanna ihn einmal gefragt. Das Haus. Es ist fertig mittlerweile. „Es gab Zeiten, da hätte ich alle Bauarbeiter am liebsten nach Hause geschickt“, sagt Rath. Aber er hat es zu Ende bauen lassen. In dem riesigen Garten blühen bestimmt die Blumen. Die Kinder, mit denen Hanna immer gespielt hat, werden sicher immer noch nachmittags über die Straße toben. Christoph Rath weiß es nicht genau. Er war nicht mehr dort, lebt mittlerweile wieder in Köln. Aber er hat Hanna von dem roten Dach erzählt, das das Haus inzwischen hat. So, wie sie es einmal gemalt hat.

Quelle: Kölner Stadtanzeiger (Claudia Hauser)

96 Hours – 96 Stunden

Pierre Morels schnörkelloser, bis an die Schmerzgrenze konsequenter Rache-Thriller „96 Hours“ (ab 16 Jahre).
Frankreichs Lieblings Produzent produzierte mit 96 Stunden einen Action Reißer der mit Orkan Stärke über die Kino Leinwand zieht. Liam Nesson übernimmt die Hauptrolle in dem Action Kinofilm. Als früherer CIA Agent Bryan Mills wollte er mit seiner Tochter in L.A zur Ruhe kommen, denn sein Job hat ihn schon seine Ehe mit Leonore (alias Famke Janssen) gekostet.

Und als das einzige was er noch hat, ist seine 17 Jährige Tochter Kim, für die er ab jetzt ein Vater sein möchte.
Doch seine Ex Frau macht es ihm nicht leicht und traut ihm diese Verantwortung nicht zu. Doch Bryan bleibt sehr hartnäckig, da er nicht auch noch seine Tochter verlieren möchte. Als sie er sich dann mit Lenore und seiner Tochter trifft, die seine Zustimmung braucht für eine Europareise, stimmt er nur widerwillig zu. Da er ja von einer ganz normalen Reise ausging die sie mit ihrer Freundin Amanda unternimmt. Kaum sind sie in Paris schon spricht ein netter Junge die beiden an, nichts ahnend fahren die beiden in einem Taxi mit ihm zusammen und erzählen von sich, da werden sie von einem osteuropäischen Mädchenhändlerring gekidnappt. Sie sollen als Prostituierte abgerichtet und verkauft werden. Doch Kim schafft es noch ihren Vater anzurufen, bevor sie endgültig in Frankreichs Unterwelt verschwindet. Ab jetzt bleiben ihm nur noch 96 Stunden
Produziert von Luc Besson, der wie schon in der “Transporter”-Trilogie mit Robert Mark Kamen auch das Drehbuch schrieb, überzeugt die zweite Regiearbeit von Kameramann Pierre Morel als intensiver Actionfilm, der auf knackig-effektiven Nahkampf statt großer Materialschlachten setzt. Klischees und Ungereimtheiten in der Story sind kein Störfaktor, weil “96 Hours” auch dank Star Liam Neeson glaubwürdig Druck macht: So geradlinig und mit klarem Ziel ging schon länger kein Thriller mehr ans Werk.

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Gebt mir mein Kind zurück !

Seit neun Monaten wartet ein mallorquinischer Vater darauf, dass er seinen Sohn wiedersehen darf. Die Mutter, eine Deutsche, hat offensichtlich das Kind entführt und sich an den Bodensee abgesetzt. Die deutschen Behörden konnten oder wollten bislang nicht helfen.

PALMA DE MALLORCA/SPANIEN (10.06.2010): Vertuschen die deutschen Behörden eine Kindesentführung? Diese Frage stellt sich der Mallorquiner José Manuel Canalejo Ochogavia seit knapp neun Monaten. Der Mann aus Algaida war mit einer Deutschen liiert, aber das deutsch-mallorquinische Paar trennte sich wieder. Das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn Gabriel wurde dem Vater zugesprochen. Wie die spanische Tageszeitung El Mundo berichtete übergab die Mutter den sechsjährigen Jungen nicht dem Vater, wie es das Gericht auf Mallorca angeordnet hatte, sondern machte sich mit dem Kleinen aus dem Staub.

Seither wartet der Vater des Kindes vergeblich auf ein Lebenszeichen von seinem Sohn. Ihm ist lediglich bekannt, dass sich die Mutter offenbar in einem Ort in der Nähe von Überlingen am Bodensee aufhält.
Anfragen der spanischen Behörden bei den deutschen Kollegen blieben bislang ergebnislos. Erschwerend hinzu kommt, dass der kleine Gabriel an einer Herzerkrankung leidet, und der Vater nun fürchtet, dass sein Sohn nicht die nötige medizinische Versorgung erhält. Anlass zu dieser Sorge gibt ihm, dass die Mutter des Kindes offensichtlich nach Deutschland zurückgegangen ist, ohne die Untersuchungsberichte des Krankenhauses Son Dureta auf Mallorca mitzunehmen. Ohne die Krankheitsgeschichte seines Sohnes sei aber eine fachgerechte medizinische Betreuung nicht möglich, sagt der Vater. Besonders befremdend für José Manuel Canalejo Ochogavia ist aber die Tatsache, dass das Amtshilfeersuchen, das über Interpol gestellt wurde, bislang zu keinem Resultat geführt hat. Die Behörden in Konstanz teilten lediglich mit, dass sie das Ersuchen an die zuständige Stelle in Überlingen weitergeleitet hätten. In einer weiteren Erklärung teilten die deutschen Behörden mit, dass man nicht verpflichtet sei, Angaben über den Gesundheitszustand oder den Aufenthaltsort des Kindes zu machen. Daraufhin stellten die mallorquinischen Behörden einen offiziellen Antrag auf Amtshilfe, was normalerweise innerhalb von zwei Monaten umgesetzt werden muss. Als auch das nichts fruchtete, wandte sich der Mallorquiner an den deutschen Konsul auf Mallorca. Dieser erklärte sich bereit, auf inoffiziellem Wege Auskünfte über den Gesundheitszustand des Kindes einzuholen. Seitdem sind weitere zwei Monate vergangen, und José Manuel Canalejo Ochogavia zweifelt immer mehr daran, dass die deutschen Behörden überhaupt helfen wollen.

Quelle: Comprendes Mallorca, EL Mundo Madrid

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