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Beide Elternteile sind gleich wichtig

Egal, ob die Kinder mit beiden Eltern oder in einer Einelternfamilie aufwachsen: Die Zeiten, in denen sie Vater oder Mutter allein für sich haben, sind wichtig. Sie unterstützen die Identitätsentwicklung, das Selbstvertrauen und die Selbstsicherheit. Vor allem aber wächst bei den Kindern die Erkenntnis, dass die Eltern ihre Einzigartigkeit wahrnehmen und fördern.

Es gilt heute als gesichert, dass beide Elternteile gleich wichtig für die kindliche Entwicklung sind. So lernen die Heranwachsenden von ihren Vätern andere Dinge und Verhaltensmuster als von ihren Müttern. — Hier weiterlesen

Am Tag, an dem das Herz weniger schmerzt

Ehescheidungen betreffen fast die Hälfte aller minderjährigen Kinder – „Ich wollte nicht, dass mein Vater traurig ist“

Viele Eltern merken nicht, wie ihre Kinder wirklich leiden. Wenn die Ehe langsam zerbricht und das Herz schon lange nicht mehr für den Partner schlägt, ist oft die Scheidung der einzige Ausweg für die Eltern. Im Jahr 2008 wurden nach Informationen des Bundesamtes für Statistik in Deutschland 191948 Ehen gerichtlich geschieden, das waren 4 876 Scheidungen oder 2, 6 Prozent mehr als im Jahr 2007.

Der Anteil der geschiedenen Ehen mit minderjährigen Kindern stieg verglichen mit dem Jahr 2007 leicht von 49,0 auf 49,2 Prozent. Im Jahr 2008 waren insgesamt 150187 minderjährige Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen, 5206 Kinder mehr als im Vorjahr. — Hier Weiterlesen

Klingendes Museum: Anfassen, reinblasen, draufhauen

Beim “Open House” im Klingenden Museum machen Kinder erste musikalische Erfahrungen.

Seit seiner Kindheit träumte der international bekannte Dirigent Gerd Albrecht von einem Ort mit Instrumenten zum Ausprobieren. So entstand das Konzept des Klingenden Museums, das Albrecht vor rund 20 Jahren erstmals in Hamburg realisierte. 2002 startete das Klingende Museum in Berlin – zunächst in einem umgebauten Bus. Noch heute stellen die Besuche der Musikpädagogen mit dem “Klingenden Mobil” in Kitas und Schulen die wichtigste Aufgabe des Museums dar. Hier weiterlesen

Kindeswohl erfordert gemeinsame Fürsorge – auch nach der Trennung

Die Erziehung von minderjährigen Kindern nach der Trennung steht im letzten Beitrag der Scheidungsserie in der “Ärzte Zeitung” im Mittelpunkt.

Im Zuge eines Trennungs- und Scheidungsverfahrens kommt es regelmäßig auch zum Streit über die gemeinsamen minderjährigen Kinder. Diese werden häufig als Machtmittel missbraucht, um so Forderungen gegenüber dem anderen Elternteil durchzusetzen.

Regelmäßig verkennen beide Elternteile jedoch, dass mit einer Trennung und einer Scheidung der vom Gesetzgeber an die Eltern übertragene Erziehungsauftrag nicht endet. — Hier Weiterlesen

Gemeinsames Sorgerecht unverheirateter Eltern

Selbstverständlich müssen sich Vater und Mutter um das gemeinsame Kind von Geburt an kümmern. Gemeinsamen Sex folgt die Verantwortung für ihr Kind.

Nach Trennung, ob verheiratet oder nicht, bleibt die Verantwortung für beide bestehen, nicht mehr auf der Paarebene, nun auf der Elternebene. Niemand, weder Justiz, noch Politik hat das Recht ein Elternteil von diesem Recht und der Pflicht auszuschließen, gegen Grundgesetze, Konventionen und Menschenrechte zu verstoßen, denn das ist eine Straftat.

Jede Meinungsäußerung zur geplanten Sorgerechtsreform, die Abstand nimmt von den derzeitigen (unsinnigen) Plänen der Justizministerin und die in Richtung echter Gleichberechtigung für unverheiratete Väter geht, ist zu unterstützen. In dem Sinne hier ein Link zu einer derzeit laufenden Petition:

http://www.openpetition.de/petition/zeichnen/gemeinsames-sorgerecht-unverheirateter-eltern

Danke für die Unterstützung!

Quelle: Menschenrecht Art. 8 (1) MRK, Artikel 6 (5) GG, EGMR, Urteil 3.12.09, Az: 22028/04, BVerfG, Beschluss 21.07.10, 1 BvR 420/09, EGMR, Urteil 21.12.10, Az: 20578/07, BVerfG, Beschluss 19.01.11, 1 BvR 476/09

Der Streit ums Kind

Auch ledige Väter sollen das Sorgerecht fürs Kind bekommen können.
Die Frage ist nur: Wie?

Der Schauspieler Mathieu Carrière liebt öffentliche Auftritte. Vor den Augen eines Millionenpublikums hat er kürzlich im Dschungelcamp gehaust, in der Tanzshow „Let’s dance“ ist er mit Smoking übers Parkett geschwebt. Sein spektakulärster öffentlicher Auftritt liegt jedoch schon länger zurück. 2006 ließ sich Carrière vor dem Bundesjustizministerium in Berlin „kreuzigen“. Halbnackt, mit einer Blätterkrone auf dem Kopf und mit Paketband ans Kreuz gebunden, protestierte der Schauspieler, der selbst vergeblich um das Sorgerecht für seine Tochter gekämpft hatte, gegen die Diskriminierung lediger Väter. Jetzt – fünf Jahre später – scheint sich das Blatt zu wenden.

Die Regierungsfraktionen und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sind sich einig, dass auch unverheiratete Väter und Mütter das gemeinsame Sorgerecht für ihr Kind bekommen sollen. Gestritten wird aber noch über das Wie.
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Zornige Väter

Väter, die ihre Kinder nicht sehen dürfen; Mütter, die an der Herausforderung der Alleinerzieherschaft zerbrechen; Scheidungsopfer, Sorgerechtsfragen und Karenzväter – aktueller könnte ein Krimi nicht sein.
Dessen Protagonistin ist die Magistratsbeamtin Anna Posch, die per Hotline Menschen in sozialer Notlage hilft – ein Job, der starke Nerven voraussetzt.

Eine Sozialarbeiterin aus der Frauenberatungsstelle wird ermordet und sehr schnell wird klar, dass das Motiv im Umfeld von Scheidungsvätern und Sorgerechtsstreitigkeiten zu suchen ist. Die Autorin Lisa Lercher leuchtet dieses Thema gekonnt professionell aus – manchmal erschreckend realistisch. Aber auch die Nebenhandlung kommt nicht zu kurz. Zornige Väter handelt vom bitteren Kampf Väter gegen Mütter um das Sorgerecht und die Macht über die verlorene Familie.
Ein Polizist ermordet seine türkische Frau, eine radikale Väterorganisation verwickelt Anna Posch, die engagierte Beamtin, in ihre illegalen Machenschaften und zu allem Überfluss hadert Annas beste Freundin, die Journalistin Mona Sommer, mit ihrer Situation als Alleinerzieherin und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Je mehr Anna hinter die Kulissen vermeintlich funktionierender Familien sieht, desto klarer sieht sie statt ewiger Liebe blinden Zorn. Hier Weiterlesen

Sorgerecht für Väter 2011

Änderung: Sorgerecht für Väter 2011 – Wie die Landesregierung bekannt gibt, unterstützt das Land Baden-Württemberg den im Januar 2011 vorgelegten Kompromissvorschlag für die Änderung der Regelung für das Sorgerecht für ledige Väter und Mütter.

Der Kompromissvorschlag sieht vor, dass die nicht verheiratete Mutter bei der Geburt des Kindes zunächst das alleinige Sorgerecht hätte. Erklärt der Vater durch Abgabe einer sogenannten Sorgeerklärung allerdings, dass er mit der Mutter gemeinsam die elterliche Sorge ausüben will, hat die Mutter acht Wochen Zeit, sich eine Meinung über die gemeinsame Sorge zu bilden. — Hier Weiterlesen

Getrennterziehende Väter: Allein mit Papa

Vater mit SportkarreSie sind eine der am stärksten wachsenden gesellschaftlichen Gruppen: alleinstehende Väter. Diese Lebensform haben sie nicht selbst gewählt – und sie organisieren sie ganz anders als alleinstehende Mütter. Denn in der Regel arbeiten sie in Vollzeitjobs. Daher brauchen sie ganz andere Unterstützungsnetze.
„Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen.“ Hillary Clinton hat dieses afrikanische Sprichwort in der westlichen Welt populär gemacht und auch Bundesfamilienministerin von der Leyen braucht es gern. Es zeigt vor allem eins: Niemand erzieht allein! Auch wenn allein stehende Mütter sich gern als allein erziehend darstellen: Da gibt es die Oma, die Erzieherin, die Lehrerin, die Nachbarin, die Tagesmutter, den Pfarrer, den Fußballtrainer, die Flötenlehrerin – und nicht zuletzt den Vater des Kindes. — Hier Weiterlesen

Buchtipp: Der alte König in seinem Exil

Die Reise ins Vergessen. In einem bewegenden Buch erzählt Arno Geiger von seinem demenzkranken Vater. Demenz ist die Krankheit der alternden Gesellschaft. Jahrelang hat der österreichische Schriftsteller Arno Geiger zusehen müssen, wie sein Vater langsam der Wirklichkeit abhanden kam. Nächste Woche erscheint «Der alte König in seinem Exil» – sein berührendes, zutiefst humanes Buch über einen Menschen, der Würde und Lebenswillen bewahrt, während die geistigen Kräfte allmählich schwinden.
«,Papa, weißt du überhaupt, wer ich bin?‘ Die Frage macht ihn verlegen, er wandte sich zu Katharina und sagte scherzend mit einer Handbewegung in meine Richtung: ,Als ob das so interessant wäre.‘» Der Dialog hat etwas Komisches und tief Trauriges zugleich. Der Sohn spürt, dass der Vater ihn nicht mehr erkennt. Aber auch der alte Mann empfindet ein Unbehagen. Er vermag auf die Frage keine sinnvolle Antwort mehr zu geben und weicht in seiner Verwirrung auf eine Antwort aus, die dennoch nicht vollkommen abwegig ist. — Hier Weiterlesen

Film:Til Schweigers “Kokowääh”

Stuttgart – In jedem Film des Regisseurs Til Schweiger gibt es zuverlässig eine sehr gelungene Szene, die für unzählige nicht oder nur halb gelungene Szenen entschädigt. In “Keinohrhasen” war dies jener Moment, in dem Jürgen Vogel seinen operativ runderneuerten Body herzeigte. Und in “Kokowääh” spielt der großartige Misel Maticevic (“Im Angesicht des Verbrechens”) einen erfolgreichen Arthaus-Filmemacher, der Helmut Dietl nachgezeichnet ist. Mit großer Geste schwärmt dieser überaus eitle Mensch davon, dass seine Filme Millionen Zuschauer gehabt hätten, worauf Til Schweiger trocken antwortet, diese Zahl schaffe “Bully” Herbig mit zwei Filmen. Worauf der Regisseur keck antwortet, Herbig mache pure Unterhaltung, er aber mache Filme mit Anspruch, da zähle jeder Zuschauer doppelt. — Hier Weiterlesen

Filmtipp: In einer besseren Welt


Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse.

Dass “In einer besseren Welt” ins Rennen um den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film geht, ist keine Überraschung. Den Golden Globe Award für den besten fremdsprachigen Film hat er schon erhalten, und auch sonst ist Regisseurin Susanne Bier an Auszeichnungen gewöhnt. Bereits mit Nach der Hochzeit war sie für den Oscar nominiert, für Open Hearts und Brothers – Zwischen Brüdern erhielt sie mehrere dänische Filmpreise. — Hier Weiterlesen

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