Ex-Polizist zerbricht aus Hilflosigkeit an Umgangsstreit

Leere SchaukelWeil er ankündigte, sich im Justizpalast an diversen Richtern für erlittenes Unrecht zu rächen, ist ein Ex-Polizist nun im Visier der Staatsanwaltschaft.

Die Anklagebehörde ermittelt wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. Das gab Pressesprecherin Antje Gabriels-Gorsolke bekannt. Der Tatverdächtige befindet sich derzeit in einem psychiatrischen Krankenhaus, wo er auf richterliche Anordnung untergebracht ist. –Der 45-Jährige hatte am vergangenen Mittwochnachmittag die Hausverwaltung des Justizpalastes in Atem gehalten. Dort riegelte man nach der Amok-Drohung die Eingänge am Ost- und Westbau ab. An der Hauptpforte wurde laut Gerichtssprecher Michael Schreyer das Wachpersonal verstärkt. Dort sei der Mann, ein früherer Kriminalbeamter, vom Sehen her bekannt gewesen. Zu keiner Zeit sei er in das Gebäude gelangt. Erst im Juni war der Ex-Polizist von einer Amtsrichterin zu einer Geldstrafe verurteilt worden, nachdem er bei einer Anwältin gewaltsam Akten hatte mitgehen lassen, die seine Familiensache betrafen.

Seit Jahren liegt der Mann im Clinch mit seiner Ex-Frau, die ihm wohl seinen Sohn vorenthält. Obwohl ihm wohl ein Umgangsrecht zusteht, helfe man ihm bei Gericht nicht, es durchzusetzen, sagt der frühpensionierte Beamte. Er ist ein gebrochener Mann, lebt abzüglich seiner Unterhaltsverpflichtungen von einer Mini-Rente und ist auf Lebensmittel der Tafel angewiesen, wie er im Prozess schilderte. An der Misere ist seiner Meinung nach die Justiz schuld. Nun hat er mit ihr weiteren Ärger.

Dieser Artikel ist die Fortsetzung zu: “Vater rastete aus Sorge um seinen Sohn vor dem Amtsgericht aus”

Quelle: Nürnberger Zeitung

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